Komplet – Antoniterkirche Köln

„Er liebt mich, darum will ich ihn erretten.
Er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.“

Es ist schon etwas Besonderes, wenn man in der derzeitigen Situation das Privileg hat, mit anderen – wenn auch in sehr kleinem Kreis – das Gebet der Kirche (also das sogenannte Stundengebet / Tagzeitengebet) beten zu können. Es ist ein Stück Normalität in einer sehr besonderen Situation.

Gleichzeitig ist aber auch das Bewusstsein sehr präsent, dass hier nicht nur vier Einzelpersonen die Komplet singend beten, sondern dass wir das in Gemeinschaft mit allen tun – ob wir sie kennen oder nicht, – die aufgrund der Aufzeichnung mit uns beten. Gerade jetzt, wenn wir die Liturgien in leeren Kirchen feiern müssen, schärft sich das Bewusstsein, dass wir immer mit der ganzen Kirche beten, auch wenn wir sie nicht unmittelbar wahrnehmen.

Vor allem die Komplet mit ihren Psalmen und Gebeten tröstet uns in der gerade jetzt als besonders bedrohlich empfundenen Situation. An der Schwelle zur Nacht meditiert sie die Bedrohung aber vor allem auch das Vertrauen, bei Gott trotz allem geborgen zu sein.

Komplet … online geteilt für alle, die in dieser Zeit nicht persönlich anwesend sein können. Verbunden im Gebet!

In Gebet und Liturgie verbunden bleiben

In dieser Zeit, in der die Kirchen leer bleiben und die Gläubigen auf die direkte Teilnahme an gemeinsamen Liturgien, Stundengebeten und anderen Gottesdienste verzichten müssen, haben wir dennoch die Möglichkeit verbunden zu bleiben.

Zwar haben kürzlich ein paar Liturgiewissenschaftler die Hl. Messe ohne Anwesenheit der Gläubigen als „Geistermessen“ diffamiert, aber viele Priester und Gemeindeleitungen haben ihre Gläubigen nicht im Stich gelassen.

Hier möchte ich einige Möglichkeiten teilen, wie wir dennoch im Gebet und auch in der Liturgie verbunden bleiben können.

Livestream / Übertragung Heiliger Messen:

Liturgien und Gottesdienste anderer Konfessionen (Vielleicht eine gute Gelgenheit):

Predigt:

  • Predigten von P. Engelbert Recktenwald FSSP (auf Soundcloud)

Das Gebet der Kirche:

Bereits vor einigen Tagen ist auf dem Blog „Christi Braut in der Welt“ ebenfalls ein Blogartikel erschienen, der auf verschiedene Möglichkeiten für die tägliche hl. Messe hinweist, in dieser Zeit Geistliches Leben zu stärken.

Besuch im Ikonenmuseum Recklinghausen

Am vergangenen Sonntag hatte ich endlich die Gelegenheit, mit einem Freund das Ikonenmuseum in Recklinghausen zu besuchen, was ich schon seit einigen Monaten auf dem Plan hatte.

Direkt im Eingangsbereich erhält man erst einmal generelle Informationen zu Ikonen und ihrer Einbindung in den liturgischen Raum – Thema Ikonostase. Außerdem findet sich dort die beeindruckende Jahresikone mit Darstellungen zu allen Festen des Jahres

Ein zweiter Raum im Erdgeschoss zeigt Christus- und Marienikonen

Im 1. Stock befinden sich Festtagsikonen …

… und Ikonen von Engeln und Heiligen

Im 2. Stock befindet sich die sogenannte Koptische Sammlung, die die Entwicklung zeigt von antiker Kunst hin zu christlichen Darstellungen

Mehr und Besseres zum Konzept kann man direkt auf der Internetseite des Ikonenmuseums nachlesen. Mir geht es hier hauptsächlich darum, etwas von der Schönheit zu teilen, die aus der Devotion erwächst und wieder in die Devotion führt.

Der Besuch hat sich wirklich gelohnt, und es war sicherlich nicht mein letzter.

Verstehens- und Übersetzungshilfen im kirchlichen Diskurs – Teil I

Im derzeitigen kirchlichen Diskurs fallen mir immer wieder sprachliche Chiffren auf, die ich sukzessive hier aufgreifen möchte:

jesuanischDas was der Mensch Jesus eigentlich wollte, was aber durch die böse Kirche deformiert und überhöht wurde - So wie ich Jesus gern gehabt hätte
Der Gott Jesu Christi Jesus war nicht Gott, er hatte aber ein besonders gutes Verhältnis zu ihm (siehe auch "Jesuanisch")
Die (heilige) GeistkraftDer Heilige Geist ist keine Person, sondern eine ominöse Kraft. Und irgendwie sollten wir doch auch noch einen weiblichen Artikel in die Beschreibung der Dreifaltigkeit hineinbringen, selbst wenn wir dadurch die Personalität opfern
mutigFordern/Tun, was gerade en vogue ist, aber der Haltung der Kirche entgegensteht
Kirche neu denkenSakramentales Weihepriestertum abschaffen und Sakramente nur noch als Symbole anerkennen, Ordination nur noch als Beauftragung zu bestimmten Aufgaben, gerne auch auf Zeit - Auf alle Fälle möglichst wenig Unterschiede zur säkularen Gesellschaft
bunt, offenBeliebig, Hauptsache entgegen den Vorgaben der Kirche, natürlich divers und gendersensibel
kreativ, frechIllegal, Regeln brechend
ökumenischMöglichst nah am Minimalkonsens mit der protestantischen Sichtweise und der säkularen Gesellschaft
SelbstermächtigungSchismatische Akte setzend
Glaubenssinn des Volkes GottesWas Leute sich vorstellen, - gleichgültig, ob noch Kirchenglied oder nicht, - die seit Jahrzehnten keine ordentliche Katechese mehr hatten und die Dan Brown für eine verlässliche Informationsquelle halten
ergebnisoffenEs darf alles dabei herauskommen, nur muss es meinen Vorstellungen entsprechen und darf nicht die Position der Kirche sein.

Lebensrealitäten

Wer von der Kirche erwartet, dass sie sich den „Lebensrealitäten ihrer Mitglieder“ – oder ganz allgemein der säkularen Gesellschaft – anpasst, …

… der erwartet wohl auch von einer Zahnspange, dass Sie sich den dem krummen Gebiss anpasst.

Zölibatsdebatte und ‚Frauenfrage‘ – man spürt die Absicht und ist verstimmt

Die Debatte um den Zölibat der Priester könnte eigentlich recht unaufgeregt sein, aber sie scheint wohl gerade – gemeinsam mit der Debatte um die Weihe von Frauen – der Dreh- und Angelpunkt der derzeitige Diskussionen im kirchlichen Bereich zu sein – angefeuert von den Erwartungen, die mit dem Synodalen Weg in Deutschland verknüpft werden.

Ja, der Zölibat hat seinen Wert – nicht so sehr, weil er dem Priester Freiräume für vermehrten Einsatz für die Gemeinde bietet, nicht weil Ehe und Familie ihn zu viel Zeit kosteten und schon gar nicht, weil Sexualität etwas Verwerfliches wäre, sondern weil er auf die himmlische Wirklichkeit hinweist. Der Zölibat der Priester, genauso wie die Jungfrauenweihe oder die Witwenweihe, ist ein unübersehbares Zeichen dafür, dass es mehr gibt, als diese Welt und dieses Leben. Darum wird er, genau wie die Jungfrauen- und Witwenweihe, so angeriffen. Für viele ist es unerträglich, mit einem unübersehbaren Zeichen konfrontiert zu werden, das mehr als nur pragmatisch ist, sondern an eine transzendente Wirklichkeit erinnert, an unser letztendliches Ziel.

Aber der Zölibat ist andererseits auch kein Dogma und nicht Voraussetzung für die Gültigkeit einer Weihe. Auch die Verteidiger des Zölibats schießen häufig über’s Ziel hinaus und messen ihm eine Bedeutung bei, die er nicht hat. Es gibt ja bereits verheiratete Priester, und zwar sowohl in der römisch-katholischen Kirche als auch vor allem in den orthodoxen und altorientalischen Kirchen. Diesen Priestern wird wohl (hoffentlich!) niemand das Priestertum, eine priesterliche Existenz und priesterliches Wirken absprechen.

Ich glaube, in den derzeitigen Diskussionen um das Thema Zölibat geht es weniger um ‚arme einsame Priester ohne Familie‘ (es werden schließlich fast die Hälfte der Ehen hierzulande geschieden und es gab noch nie so viele Singles wie heute), sondern eher darum, jeglichen Unterschied zwischen geweihten Klerikern und Laien zu beseitigen oder zumindest unsichtbar zu machen. Das Heilige darf nicht mehr sichtbar werden!

Mit verheirateten Priestern hätte ich noch das geringste Problem, wenn sie denn ihrem Stand gemäß z.B. priesterliche Kleidung trügen und sich gemäß ihrer Würde und ihres geweihten Standes verhielten. Deswegen funktioniert das ja auch bei den Ostkirchen und bei den altorientalischen Kirchen, wäre bei uns aber ein fatales Zeichen. Damit wäre hier im Westen eines der letzten und das viellleicht augenfälligste sichtbare Hinweis auf die so ganz andere Welt Gottes eliminiert.

Und ich vermute, das ist der Hauptgrund für die Forderung der Aufhebung des Zölibats: Nivellierung des geweihten Priestertums. Bei der Frage nach der Frauenordination steckt im Übrigen dieselbe Denkweise dahinter, wie ich in den verschiedenen Diskussionen mit den einschlägigen Gruppierungen feststellen konnte. Irgendwann kam nämlich immer das ‚Argument‘, Jesus habe schließlich überhaupt keine Priester geweiht.

Letztlich geht es also wohl vor allem darum, das Weihepriestertum an sich abschaffen zu wollen. Die Marginalisierung des Zölibats und die Forderung nach Weiheämtern für Frauen sind lediglich Zwischenstationen dazu.

Zum selben Thema: „Zölibatsdebatte, Frauenordination und was dabei gern ‚vergessen‘ wird“

Zwei Tage, drei Konfessionen … und nochmal ausgiebig Weihnachten feiern

In diesem Jahr habe ich mir für den 6. Januar endlich einmal Urlaub genommen. Seit vielen Jahren singe ich bereits in der Oekumenischen Choralschola Köln, die jedes Jahr an Epiphanie / Epiphanias im Gottesdienst in der Antoniterkirche singt. Dafür hätte ich zwar nicht Urlaub nehmen müssen, aber ich habe mir vorgenommen, den 6. Januar in diesem Jahr zu einem zweiten Weihnachtsfest werden zu lassen.

Begonnen hat dieses zweite Weihnachten aber bereits am Sonntagabend mit dem Besuch der Liturgie bei der stets gastfreundlichen Armenischen Gemeinde Köln (Facebook), die am 5. Januar ihren Heiligen Abend feiert. Die feierliche Liturgie, habe ich mittlerweile sehr schätzen gelernt, und der Besuch dort war der optimale Beginn für eine ausgiebige Würdigung des Hochfestes. Ganz zu schweigen von den kurzen aber sehr herzlichen Begegnungen im Anschluss! Schön, dass meine beiden Begleiter, die zum ersten Mal die dortige Liturgie besucht haben, das ähnlich empfunden haben.

Das Licht – vom Altar kommend und in die Gemeinde hinein weiter verbreitet – hat unbeschadet den Weg zu mir nach Hause gefunden.

Der Montagmorgen begann mit dem Pontifikalamt im Dom – hauptsächlich deshalb, weil es der Auftakt zum traditionellen Dreikönigs-Bloggertreffen (#3kbt20) war. Auf dem Weg dorthin habe ich doch tatsächlich zum ersten Mal – ich lebe ja auch erst seit fast 20 Jahren in Köln – bewusst den „Dicken Pitter“ wahrgenommen.

Im Dom war natürlich an einen Sitzplatz gar nicht zu denken, aber ein guter Stehplatz ist auch nicht schlecht. Über die klare Predigt unseres Erzbischofs habe ich mich besonders gefreut. Das war für mich dann der zweite sehr feierliche Gottesdienst zum Hochfest – mit anschließender Prozession zum Dreikönigsschrein und unter ihm hindurch.

Das Hochamt ist übrigens in kompletter Länge auch auf Youtube zu finden.

„Auf den (x)ten Heiligen Dreikönig“

Dann kam der gemütliche Teil: Brauhausbesuch mit knapp 10 Bloggern (darunter 2 Blogerinnen 🙂 ). Es war schön, endlich mal einige Personen persönlich zu treffen, die man sonst nur aus den Sozialen Medien kennt – oder überhaupt zum ersten Mal zu begegnen. Schön war auch, dass ein guter Freund und Mitbruder zum ersten Mal mit dabei sein konnte. Da sage noch einer, die „Sozialen Medien“ würden reale Beziehungen behindern! Der heiligen Drei Könige wurde ebenfalls reichlich gedacht – eine alles andere als puritanische Veranstaltung. Leider mussten wir uns allerdings relativ früh verabschieden.

Um 16 Uhr standen nämlich bereits Einsingen und Probe für den Epiphanias-Gottesdienst mit Gregorianischem Choral in der Antoniterkirche an. Bis dahin sollte ich wieder halbwegs fit sein, genau wie mein Mitbruder, der die Schola leitet.

Auf diesen Gottesdienst freue ich mich immer ganz besonders. Ich liebe die Gregorianischen Gesänge des Festes und ich liebe es während des Gangs zur Krippe der Gemeinde mein Lieblings-Weihnachtslied teilweise solistisch singen zu dürfen. „Ich steh‘ an Deiner Krippen hier“ umrahmt nämlich den Krippengang.

Überhaupt habe ich diesmal recht viel solistisch singen dürfen:

Teile im Alleluja („Vidimus stellam“) – gemeinsam mit einer weiteren Scholasängerin:

„Ich steh‘ an Deiner Krippen hier“ (Strophen 2+3):

Das Offertorium „Reges Tharsis“ – gemeinsam mit einem weiteren Sänger:

… und die Verse der Communio – ebenfalls mit einem weiteren Sänger

Warum ich so viel darüber schreibe, Fotos und Audiodateien einbinde? Zum ersten, weil es für mich selbst wunderbare Tage waren. Zum zweiten aber auch, weil ich gerne einen kleinen Eindruck vermitteln möchte von der Atmosphäre, Ästhetik und „Temperatur“ des Festtages in den verschiedenen Traditionen. Ein großer Reichtum, der uns da zur Verfügung steht, und es bleibt doch das eine Fest und die Verehrung des einen Herrn!

Unerwarteter Blog-Rückblick

An Silvester sind wir es ja gewohnt, mit jeder Menge Rückblicken auf das (fast) vergangene Jahr konfrontiert zu werden. Ich hatte in den letzten beiden Tagen auch einen Rückblick, allerdings auf die Jahre 2016 und 2017.

Nachdem mein Blog im letzten Jahr gehackt wurde, bin ich davon ausgegangen, dass die Beiträge von etwa 3 Jahren verloren gegangen sind. Die Postings aus 2018 konnnte ich noch rekonstruieren, aber mindestens 2 Jahre wähnte ich endgültig verloren.

Beim Aufräumen in meinen Dateien habe ich gestern allerdings festgestellt, dass ich Ende 2017 offenbar doch eine Sicherung meiner Beiträge gemacht habe. Somit konnte ich die Lücke unerwartet doch noch schließen. Nur die Bild- und Videodateien fehlten noch.

Die letzten beiden Tage habe ich also größtenteils damit verbracht, ca. 365 Fotos, Videos und Tondateien hochzuladen und wieder neu in die Beiträge einzufügen. Damit sind meine Beiträge nun wieder nahezu lückenlos verfügbar und der Blog wieder fast komplett. Nur die Linkliste und ein paar Schlagwörter fehlen noch. Ich bin sehr froh, dass diese ärgerliche Lücke nun geschlossen ist.

Noch dankbarer bin ich allerdings für die schönen Erlebnisse, die ich in den beiden bisher noch fehlenden Jahren hatte und an die ich durch die Beiträge mit den dazugehörenden Fotos und Videos nochmals erinnert wurde!

Weihnachtsdarstellungen aus dem Museum

Vor einiger Zeit habe ich das Museum Schnütgen besucht, in dem sakrale Kunst des Mittelalters gezeigt wird. Aus meinen Fotos habe ich hier mal ganz unterschiedliche Weihnachtsdarstellungen zusammengestellt – von einer Altarpredella über Kirchenfenster bis zur Paramentenstickerei:

Botschaft der Weihnachtspyramide ;-)

„Jetzt sind wir schon so lange dabei,
aber dem Kind in der Krippe sind wir kein Stück näher gekommen“

Dum medium silentium …

»Dum medium silentium tenerent omnia, et nox in suo cursu medium iter haberet omnipotens sermo tuus, Domine, de caelis a regalibus sedibus venit.« »Als tiefes Schweigen das All umfing
und die Nacht bis zur Mitte gelangt war,
da stieg dein allmächtiges Wort, Herr,
vom Himmel herab, vom königlichen Thron.«

»Die Mutter hat den König geboren, dessen Name ewig ist, und hat die Freuden der Mutter und die Ehre der Jungfrau;« – »und sie hatte vorher nicht ihresgleichen noch wird ihr eine Ähnliche folgen, alleluja!«

Über dem Himmelsgewölbe steht zwischen den Bäumen des Paradieses der Thron Christi, des Königs und Hohepriesters, der am jüngsten Tag zum zweiten Mal zur Erde kommt.

O Emmanuel, …

Der Berg Sinai mit den Gesetzestafeln weist auf Gottes Bund mit Israel hin (vgl. Ex 31,18)

»O Emmanuel,
Rex et legifer noster,
expectatio gentium,
et salvator earum:
veni ad salvandum nos,
Domine, Deus noster.«

»O Emmanuel,
Gott mit uns. Du König und Lehrer,
du Sehnsucht der Völker und ihr Heiland.
Komm, o Herr, und erlöse uns,
Herr, unser Gott!«

»Lasst uns gerecht und fromm leben, die selige Hoffnung erwartend und die Ankunft des Herrn.« – »In Sion werde ich das Heil verleihen und in Jerusalem meine Herrlichkeit.«

(siehe auch bei AlphaOmega)

Über der Stadt Bethlehem verkündet der Stern die Ankunft Christi (vgl. Mt 1,9)

O Rex Gentium, …

Der „Eckstein Jesus Christus“ (vgl. Eph 2,20) verbindet Israeliten und Heiden zur einen Kirche.

»O Rex Gentium,
et desideratus earum,
lapisque angularis,
qui facis utraque unum:
veni, et salva hominem,
quem de limo formasti.«

»O König der Völker,
den sie alle ersehnen.
Du Eckstein, der das Getrennte eint.
Komm, o Herr, und befreie den Menschen,
den du aus Erde erschaffen hast.«

»Vernehmet, wie herrlich jener ist, der einhergeht, die Völker zu retten.« – »Gemehrt wird Sein Reich und des Friedens wird kein Ende sein.«

(siehe auch bei AlphaOmega)

Die drei Könige bringen „Gold dem höchsten Herrscher, Weihrauch dem wahren Gott und Myrrhe für sein Begräbnis“. (Hl. Gregor der Große)

O Oriens, …

Christus, die aufgehende Sonne der Gerechtigkeit (vgl. Mal 4,2), vertreibt die Beherrscher der Welt: Tod und Sünde.

»O Oriens,
splendor lucis aeternae,
et sol justitiae,
veni, et illumina
sedentes in tenebris
et umbra mortis.«

»O Aufgang,
Glanz des ewigen Lichtes,
du Sonne der Gerechtigkeit,
komm, o Herr, und erleuchte uns,
die wir sitzen in Finsternis
und im Schatten des Todes.«

»Seid beständig: Ihr werdet über euch die Hilfe des Herrn sehen.« – »Gott wird vom Libanon kommen und sein Glanz wird gleich dem Lichte sein.«

(siehe auch bei AlphaOmega)

Ochs und Esel an der Krippe deuten den Opfertod Jesu und seine Demut an.

O Clavis David, …

Der Schlüssel mit dem Davids-Monogramm und das Szepter deuten auf die Verheißung, der Messias werde von David abstammen. (vgl. 2 Sam 7)

»O Clavis David,
et sceptrum domus Israël,
qui aperis, et nemo claudit,
claudis, et nemo aperuit:
veni, et educ vinctum
de domo carceris,
sedentem in tenebris,
et umbra mortis.«

»O Schlüssel Davids
und Zepter des Hauses Israel,
du öffnest und niemand schließt,
du schließest und niemand öffnet.
Komm, o Herr, und befreie aus dem Kerker
den Gefangenen, der da sitzt in Finsternis
und im Schatten des Todes.«

»Von Sion wir kommen der Herr, der Allmächtige, um sein Volk zu retten« – »Wende Dich uns ein wenig zu, o Herr, und zögere nicht, zu Deinen Dienern zu kommen.«

(siehe auch bei AlphaOmega)

Der hl. Joseph war, ebenso wie Maria, ein Nachkomme Davids (vgl. Mt 1,5-16)

O Radix Jesse, …

Aus Jesse, dem Vater König Davids, gehen die Ahnen Marias und Jesu hervor (vgl. Lk 3, 23-32)

»O Radix Jesse,
qui stas in signum populorum,
super quem continebunt reges os suum,
quem gentes deprecabuntur:
veni ad liberandum nos,
jam noli tardare.«

»O Wurzel Jesse,
gesetzt zum Zeichen für die Völker.
Vor dir verstummen die Mächtigen,
zu dir rufen die Völker.
Komm, o Herr, und erlöse uns,
zögere nicht länger.«

»Die Propheten sagten voraus, der Erlöser werde aus der Jungfrau Maria geboren werden« – »Der Geist des Herrn ruht auf mir: den Armen die frohe Botschaft zu bringen, sandte er mich.«

(siehe auch bei AlphaOmega)

Maria ist im byzantinischen Ikonentypus der „Muttergottes vom Zeichen“ dargestellt.

O Adonai, …

Im brennenden Dornbusch erscheint Gott dem Hirten Moses (vgl. Ex 3)

»O Adonai,
et dux domus Israël,
qui Moyse in igne flammae rubi apparuisti,
et ei in Sina legem dedisti:
veni ad redimendum nos in brachio extento.«

»O Herr
und Fürst des Hauses Israel,
du bist dem Mose erschienen in der Flamme des Dornbuschs
und gabst ihm das Gesetz am Sinai.
Komm, o Herr, und erlöse uns mit starkem Arm.«

»Tauet, ihr Himmel, von oben; ihr Wolken, regnet den Gerechten! Die Erde tue sich auf und sprosse den Heiland hervor!« – »Sende aus das Lamm, o Herr, den Beherrscher der Erde, vom Felsen der Wüste zum Berge der Tochter Sion!«

(siehe auch bei AlphaOmega)

Der Hirt von Bethlehem eilt mit seinen Schafen zur Krippe (vgl. Lk 2)

O Sapientia, …

»Die Weiseheit hat sich ein Haus gebaut, hat sieben Säulen aufgestellt« (Spr 9,1)

»O Sapientia,
quae ex ore Altissimi prodiisti,
attingens a fine usque ad finem,
fortiter suaviterque disponens omnia;
veni ad docendum nos viam prudentiae.«

»O Weisheit,
hervorgegangen aus Gottes Mund, mächtig wirkst du in aller Welt,
und freundlich ordnest du alles.
Komm, o Herr, und lehre uns den Weg der Einsicht.«

»Siehe, kommen wird der Herr, der Herrscher der Könige der Erde; selig, die bereit sind.« – »Wenn der Menschensohn kommen wird: meinst Du, er wird auf Erden Glauben finden?«

(siehe auch bei AlphaOmega)

Der Weihnachtsengel, als Diakon gekleidet, verkündet die Ankunft des göttlichen Wortes. (vgl. Lk 2,9)